Batschkovo - Kloster


 

Das zweitgrößte Kloster Bulgariens, das Batschkovo-Kloster, liegt im Tal des Tschepelare-Flusses (unter den Lokalen auch als Tschaja bekannt), etwa 10km südlich von der Stadt  Assenovgrad. Auf allen Seiten ist das Kloster von den Bergen der Rhodopi-Gebirgen eingeschlossen. Mit seiner Größe und altertümlichen Geist ist das Kloster einer der besuchtesten in Bulgarien. Der Komplex und sein Viertel sind zu einer entwickelten Sehenswürdigkeit gewachsen, wo viele kleine Kaufhäuser, Verkaufsstände und Restauranten auf beiden Seiten des Weges zum Klostertoren stehen und mit ihrem Vielfalt die Besücher  zu sich ziehen. Hier kann man alles, das in den Rhodopi-Gebirgen entweder wächst, oder wird hergestellt, finden – seltene Heilkräuter, selbst gemachte Gläser mit Wildbeeren, Joghurt und Käse aus Schaf- und Büffelmilch, Wollteppiche u.a.

Das Kloster wurde 1083 vom  Byzantiner Militärkommandeur Georgischer Herkunft, Gregori Bakuriani und seinen Bruder Abazii gegründet. Doch nur das zweistöckige Ossarium, das etwa 300m östlich vom heutigen Komplex liegt, ist von dieser Zeit erhalten. Das Ossarium ist eine Gebäude, die man sehen muss, mit ihren einzigartigen Wandmalereien, die unter den wertvollsten Werken der Orthodoxkunst von den 11.–12. Jh. stehen.
In der Zeit des Zweiten Bulgarischen Reiches, das Kloster wurde von Zar Ivan Alexander unter Schutz genommen, ein Bild des Zaren kann man heute im Bogen der Ossariumvorhalle sehen, da der Zar die Gebäude renoviert hat.
Am Ende der 11. Jh., das Kloster öffnete eine Religionsschule. Ein merkwürdiger Fakt - nach der Unterwerfung der bulgarischen Länder unter Ottomangewalt am Ende der 14. Jh., der bulgarische Patriarch Evtimii wurde nach dem Kloster verbannt. Trotzdem entmutigte das Exil den Patriarch nicht, und er, gemeinsam mit seinen Schülern, entwickelte eine aktive religiöse und kulturelle Aktivität innerhalb der Mauren des Klosters.

Auch wenn das Batschkovo-Kloster den ersten Schlag der Ottomaninvasion überlebte, es wurde später nicht verschont und, ähnlich wie andere Klöster, wurde geplündert und zerstört.
Es wurde gegen das Ende der 15. Jh. wiedergebaut, das Speiseraum wurde in 1601 rekonstruiert und die heutige Kirche, die Jungfrau Maria – in 1604. Die Wandmalereien im Speiseraum, in 1603 von einem unbekannten Meister beendet, sind besonders eindrückend mit ihrer künstlerischen Wert. Die Kirche ist auf der anderen Seite auch stolz mit ihren schönen Fresken, doch was die Besücher zu sich besonders stark zieht, ist die Ikone der Jungfrau Maria, die, man glaubt, wundertätig ist. Eine lange Schlange von Pilgern, die ihre Gebete zum wundertätigen Bildnis der Gottmutter sprechen wollen, fängt häufig fern vom Kircheneingang an. Außer der Hauptkirche hat der Komplex auch zwei kleinere Kapellen - die eine St Archengel genannt (13. - 14. Jh.) und im nordlichen Teil vom inneren Hof (neben der Hauptkirche) stehend, und die andere, St Nikolaus genannt (1834-1837). Die St Nikolaus Kirche steht im südlichen Teil vom Hof und ist mit den gut erhaltenen Malereien des berühmten Malers Zahari Zograf besuchswert (die Kirche hat auch ein Bild des Malers selbst). Das Kloster hat auch sein eigenes Museum mit seltenen religiösen Artefakten verschiedener Epochen.

 




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